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Andreas Martin Hofmeir: Kein Aufwand! – Lesung mit Tuba

Andreas Hofmeir
© Hofmeir

Aufwand schätzt ein Tubist nicht, sonst hätte er wohl kaum eine Tuba als Instrument gewählt, stellt Andreas Martin Hofmeir gerne klar, und rechnet vor, dass die Geige in einer Dvořák-Sinfonie 20 000 Töne spielt, die Tuba hingegen nur acht. „Und beide bekommen die gleiche Gage“. Der Musiker ist zugleich ein begnadeter Geschichtenerzähler, dessen bayerisch-deftige Sprache einen reizvollen Gegenpol bildet zu den weichen Tönen, die er seiner Tuba entlockt. Ebenso gegensätzlich sind auch das Erscheinungsbild Hofmeirs und das seines Künstlerkollegen Guto Brinholi: Hier das blonde bayerische Mannsbild mit dem riesigen Instrument, dort der dunkle Brasilianer an der Gitarre. Zusammen spielen sie sanften brasilianischen Jazz und Lieder, die davon handeln, dass die Geliebte fortgeht, unerreichbar ist oder einem anderen gehört.

2005 gewann Andreas Martin Hofmeir den Deutschen Musikwettbewerb und 2013 den Echo Klassik als bester Instrumentalist. Damit hat sich der Künstler als erster Tubist an der Spitze der klassischen Solisten etabliert.

Im März 2014 debütiert er als Solist bei den Münchner Philharmonikern. Neben seiner Tätigkeit als klassischer Musiker steht Hofmeir seit dreizehn Jahren auch als Kabarettist auf der Bühne. Mit der gefragten Band „LaBrassBanda“ war er bereits in vier Kontinenten unterwegs und nahm zwei CDs und drei Schallplatten auf.

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